Emil im ANDERSLAND

von Claudio Dorfer
Independently Published, Auflage 1, 195 Seiten
Empfohlenes Alter: ab 9 Jahre

Inhalt

Diese Geschichte beginnt im Andersland, das deshalb so heißt, weil vieles in ihm anders ist. Anders jedenfalls, als wir es gewohnt sind.
Niemand weiß genau, wo das Andersland liegt, und es wäre auch vergeudete Zeit, die Landkarten nach ihm abzusuchen.
Nicht einmal die Gelehrten, mit ihren schlauen Büchern und modernen Apparaten können diese Frage beantworten.
Während einige überzeugt davon sind, dass das Andersland nur in Australien liegen kann, tippen andere eher auf Asien oder Amerika. Sogar der bitterkalte Nordpol und die glühend heiße Wüste Sahara werden für möglich gehalten. Oder auch die unergründlichen Tiefen des Indischen Ozeans und Schwindel erregenden Höhen des Himalayas.
Möglich wäre das alles natürlich schon.
Genau so gut wäre aber auch das Gegenteil möglich.

Emil, der Sohn des Leuchtturmwärters, findet bei einem Strandspaziergang mit seinem Fuchs Titus eine sonderbare Flasche, von der ein magisches Leuchten ausgeht. Emil nimmt die Flasche mit nach Hause, um sie näher zu untersuchen.
Die Flasche enthält eine Schriftrolle, in der die Prinzessin des Anderslandes den Finder um Hilfe bittet.
Mit einem magischen Stein, der sich ebenfalls  befindet, gelangt Emil ins Andersland und das größte Abenteuer seines Lebens beginnt.
Er muss in das Niemandsland reisen, um den Rat des Großen Weisen einzuholen.
Auf seiner abenteuerlichen Reise bekommt es Emil mit sprechenden Bäumen, sonderbaren Maschinen, frechen Pelzkugeln, Wüstenzyklopen, lustigen Leuchtkäfern, einer singenden Raupe und einer gewaltigen Riesenschlange zu tun.

Ein schrecklicher Krieg droht im Andersland.
Spielende Kinder haben einen roten Ball auf der Grenze zwischen dem Andersland und dem Ganzandersland liegen lassen, auf den nun beide Länder Besitzansprüche erheben.
Mächtige Armeen werden in Stellung gebracht, um diese Ansprüche durchzusetzen.

Leseprobe

Barfuß watete Emil durch den feinen Sand und hielt seine Augen angestrengt auf den Boden gerichtet, um ja keine Muschel zu übersehen.
Seine Gedanken waren aber wieder einmal ganz wo anders.
Bei den langen Strandspaziergängen konnte er am besten seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen.
Emil erfand für sein Leben gern spannende Geschichten, die er dann seinen staunenden Klassenkameraden erzählte.
Meistens handelten sie von vergrabenen Piratenschätzen, gespenstischen Totenschiffen mit dunklen Gestalten an Bord, wunderschönen Meerjungfrauen, menschen-fressenden Seeungeheuern oder gestrandeten Schiff-brüchigen.
Emil war nicht nur sehr gut im Erfinden solcher Geschichten, sondern auch ein wahrer Meister beim Erzählen.

Wie kein anderer verstand er es, den peitschenden Wind zu beschreiben, der heulend durch die zerfetzten Segel der Geisterschiffe fuhr und die Skelette verstorbener Piraten zum Klappern und Rasseln brachte.
Ein kalter Schauer nach dem anderen lief seinen Freunden über den Rücken, wenn Emil mit geheimnisvoller Stimme davon erzählte, wie feuerspeiende Seeungeheuer ihre Fangarme aus dem Wasser streckten, um vorbeiziehende Boote in die Tiefe zu ziehen.
Angst und bange wurde ihnen bei seiner Schilderung triefender Wassergeister, die bei Vollmondnächten den Fluten des Ozeans entstiegen und mit schauderhaften Geräuschen über die Insel schlurften.

“Dem Autor ist es gelungen, ein wundervolles Abenteuer ganz in der Tradition von
Alice im Wunderland und der unendlichen Geschichte zu erschaffen.
Mich hat besonders der bezaubernde Sprachstil begeistert, der in der eigenen Phantasie mit feinem Pinsel märchenhafte Bilder malt.
Eine wunderbar lehrreiche Reise durch das Andersland, auf die ich Emil gerne begleitet habe.”
Toni Garber, Autor

Mein nächster Buchtipp

“Der Hummelreiter
Friedrich Löwenmaul”

von Verena Reinhardt